Aus 4 mach 5

Eine wichtige Fragestellung, die bei unseren derzeitigen Untersuchungen geklärt werden soll, besteht darin, die Architektur des Großsteingrabes zu erforschen. Dazu zählt u.a. die Anzahl der Decksteine zu ermitteln. Bislang sind aus dem Raum Ahlen-Falkenberg vorallem Ganggräber mit drei oder vier Decksteinen bekannt. Zunächst sind wir bei dem jetzt untersuchten Grab ebenfalls von 4 Steinen ausgegangen (drei waren sichtbar, von einem vierten, bereits entfernten, wurde von den Anwohnern berichtet). Als nun die Ausgrabungen begannen, entdeckten wir zwei große Findlinge direkt neben der Grabkammer, bei denen es sich um den erzählten entfernten Deckstein handelt. Sie wurden damals unmittelbar neben dem Grab dort in einer Grube verklappt. Nun stellte sich die Frage, ob es sich hier um einen, in zwei Stücke gebrochenen Stein handelte, oder um zwei eigenständige Teile. Als am Montag einer der Steine aus dem Schnitt gehoben werden musste, da dieser gegen die Grabkammer drückte, waren keine scharfkantigen Bruchstellen erkennbar, die auf eine Spaltung hindeuten würden. Demnach wurden tatsächlich damals zwei Decksteine entfernt, so dass wir nun sicher sagen können, dass wir hier am Dahlemer See ein Ganggrab mit einst 5 Decksteinen vorliegen haben. Es stellt somit die bislang größte bekannte Grabanlage im Ahlen-Falkenberger Moor dar.

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