Die Auswertung beginnt

Die schönste Zeit des Jahres ist vorbei, zumindest für die Archäologen, Geologen und Botaniker, die gerne draußen unterwegs sind. Die Ausgrabung ist abgeschlossen und alle Flächen verfüllt. Nun geht es aber im Büro und Labor weiter. Die Bohrungen müssen in die Datenbank eingetragen und das Gelände modelliert werden. Gleichzeitig werden die Profile, die wir aus dem Moor gestochen haben, zerschnitten und detailliert analysiert. Aber auch die Funde müssen bearbeitet werden. Alle Scherben werden vorsichtig gereinigt und auf Grundlage der Form und Verzierung bestimmt. Wenn wir alles ausgewertet haben, dann können wir sagen wie alt das Grab ist und wie genau es errichtet, genutzt und verändert wurde. Und auf Grundlage der Ergbnisse der Bohrungen und der Datierungen der Moorschichten können wir beschließen, an welcher Stelle im kommenden Frühjahr die Grabungen weitergehen werden.

Veranstaltungen

18.07.2019 – 15 Uhröffentliche Führung auf der Ausgrabung.
Treffpunkt auf dem Parkplatz im Süden der Seestraße
25.07.2019 – 15 Uhr öffentliche Führung auf der Ausgrabung.
Treffpunkt auf dem Parkplatz im Süden der Seestraße
01.08.2019 – 15 Uhr öffentliche Führung auf der Ausgrabung.
Treffpunkt auf dem Parkplatz im Süden der Seestraße
08.08.2019 – 15 Uhr öffentliche Führung auf der Ausgrabung.
Treffpunkt auf dem Parkplatz im Süden der Seestraße
05.09.2019 – 19:30 UhrÖffentlicher Vortrag über das Projekt im Schlauen Haus in Oldenburg
04.02.2020 – 19 UhrÖffentlicher Vortrag über das Projekt beim Rüstringer Heimatbund in Nordenham
17.03.2020 – 19:30 Uhr Öffentlicher Vortrag über das Projekt bei der Kranichhausgesellschaft Otterndorf

Vier Wochen Ausgrabungen und Bohrungen ab Mitte Juli

Ab dem 15. Juli werden wir zusammen mit Studenten der Freien Universität Berlin, der Universität Bremen, der Christan-Albrechts-Universität zu Kiel und der FH Saxion aus Deventer in den Niederlanden für vier Wochen zwischen dem Großen Ahlen und dem Dahlemer See unterwegs sein. Drei Teams werden Handbohrungen im gesamten Arbeitsgebiet vornehmen um Informationen über die Oberfläche während der Jungsteinzeit zu gewinnen. Gleichzeitig werden wir einige der übermoorten Gräber oberflächlich freilegen um die Konstruktionen und die Grabarten genau klären zu können. Und zu guter letzt werden wir direkt an einem Grab eine Ausgrabung durchführen. Sie sind herzlich Eingeladen uns dort zu besuchen. Die Führungen finden immer Donnerstags um 15:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Parkplatz am südlichen Ende der Seestraße.

Neue Gräber beim Kleinen Ahlen

Durch die ersten Ausgrabungen und Bohrungen konnten einige der Bereiche untersucht werden, die in den Geomagnetikbildern Hinweise auf archäologische Strukturen gaben. Zwar konnten bisher keine gesicherten Siedlungsplätze gefunden werden, aber dafür konnten mindestens drei der ca. 5000 Jahre alten Megalithgräber entdeckt werden. Eines war vor Ort bekannt, für die Denkmalpflege und die Archäologie ist es jedoch neu. Auf dem Foto sieht man das durch Landwirtschaft leicht gestörte Grab. Zusätzlich konnten zwei Stellen ausfindig gemacht werden, an denen sich weitere Gräber befinden. Zunächst konnten wir die Steine durch Bohrungen eingrenzen, im Sommer soll dann noch einmal ganz genau überprüft werden, um was es sich handelt.

Eine Verfärbung mit 5,30m Durchmesser zeigt im Geomagnetikbild ein neues Megalithgrab beim Kleinen Ahlen.