Gefunden?!?

Parallel zu den Freilegungsarbeiten am Steinkistengrab begannen am Montag auch die Untersuchungen im möglichen Siedlungsbereich. Einige hundert Meter südlich vom MoorIZ fanden unsere Grabungstechniker im Januar Hinweise auf einen möglichen Wohnbereich, den wir die kommenden Wochen nun genauer unter die Lupe nehmen. In vier großen Schnitten erfolgte bereits das Ausbaggern der Torfschichten, die Schnitte sollen dann nacheinander weiter per Hand ausgegraben werden.

Mit einem Bagger werden die Schnitte angelegt und die Torfschichten bis kanpp oberhalb des darunterfolgenden Sandes ausgehoben.

Nachdem im Schnitt 1 der erste Abtrag am Freitag geschafft war, wird unter den Torfschichten großflächig heller Sand sichtbar – gespickt mit Feuersteinfunden, wie Abschläge und Trümmer, aber auch eine Klinge, zwei Kerne sowie zwei Schaber konnten bereits gefunden werden. Und noch viel wichtiger: Keramik, der Menschenanzeiger schlechthin. Aufgrund der Feuchtigkeit sind die überwiegend kleinen Bruchstücke schlecht erhalten. Auch konnten wir bislang keine verzierten Stücke finden, so dass eine zeitliche Einordnung der Fundplatzes bis dato nicht möglich ist. Anhand der Magerung der Tonware ist jedoch klar, dass es sich um urgeschichtliche Keramik handelt.

Was nun fehlt sind die Befunde – Strukturen wie Pfostenlöcher und Gruben, welche eine sichere Einordnung als Siedlung erlauben würden. Wir nehmen an, dass unterhalb des hellen Sandes möglicherweise diese Befunde zu finden sein werden und sind gespannt auf die nächsten Abträge.

Die letzten Bereiche werden ausgegraben und geputzt, dann ist der erste Abtrag geschafft.

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