Auch die botanischen und geologischen Arbeiten beginnen

Parallel zu den Ausgrabungen finden auch die ersten Bohrungen zur Beprobung des Moores und zur Ansprache der abgelagerten Schichten statt. Hatten die ersten Bewohner hier mit Meereseinbrüchen zu kämpfen und zu welchen Zeiten fanden diese statt? Auskunft darüber geben zum einen die Sedimente, die sich im Boden befinden; haben sich See- oder Meeressedimente abgelagert? Und zum Anderen die organischen Bestandteile des Moores. Pollenkörner verschiedener Pflanzen die im Moor eingeschlossen sind erhalten sich über Jahrtausende und lassen sowohl auf die Vegetation, als auch auf das Alter des Moores in den verschiedenen Tiefen schließen. Es lässt sich also feststellen wann wo das Moor entstanden ist.

Aus bis zu acht Metern Tiefe konnten nun die ersten Proben gesammelt werden, die im Anschluss im Institut in Wilhelmshaven genauer untersucht werden.


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Erste Ausgrabungen laufen

Seit Montag laufen nun die ersten Sondagegrabungen im Moor. Mit einem Minibagger werden kleine Suchschnitte an den Stellen angelegt, an denen in den Geomagnetikbildern Objekte zu erkennen sind, die auf menschlichen Einfluss hindeuten. Gruben oder Reste von Bebauung konnten bisher nicht gefunden werden, aber einige Feuersteinartefakte zeigen, dass Menschen zur Steinzeit dort waren. Die Suche geht weiter!

Das Projektteam

Untersuchungen wie wir sie vorhaben sind natürlich nur in einem Team möglich. Dazu arbeiten Wissenschaftler*innen und Techniker unseres Instiutes zusammen.

Von links nach rechts:

Von oben nach unten

Geomagnetische Messungen

Mit unserem Geomagnetikgerät können wir das Erdmagnetfeld messen. Dadurch lassen sich viele Objekte erkennen, die archäologischen Ursprungs sein können. Das liegt an der Eigenschaft verschiedener Materialen, die sich u.a. in archäologischen Strukturen befinden, das Magnetfeld zu beeinflussen. Mit unserem Gradiometer können wir auch kleinste Veränderungen feststellen. Eine naheliegende Ursache für Störungen ist natürlich Eisen; daher wird auch moderner Schrott, wie ein verlorener Bolzen vom Traktor sichtbar. Aber auch andere Sachen lassen sich erkennen. Zum einen solche die irgendwann mal großer Hitze ausgesetzt waren wie Steine, Feuerstellen oder gebrannter Ton. Oder zum anderen Gruben in denen verschiedene Bodenschichten vermischt wurden.

Auf dem Bild lässt sich ein Großsteingrab im Geomagnetikbild erkennen. Die darin verarbeiteten Steine sind vulkanischen Ursprungs und beeinflussen das Erdmagnetfeld. Dies zeigt sich an den schwarz-weißen Flecken.

Detailliertere Erklärungen finden Sie z.B. hier oder hier

Erste Geomagnetikmessungen

In den letzten Wochen des Januars konnten wir mit den Feldarbeiten beginnen und die ersten Geomagnetikmessungen mit unserem Gradiometer durchführen. Dazu fahren wir mit einem ATV und dem Messwagen über die Grünflächen und messen das Erdmagnetfeld. Die ersten Bilder lassen schon einmal darauf schließen, dass sich im Boden einige archäologischen Hinterlassenschaften verstecken könnten. Nun müssen Bohrungen und ein paar kleine Suchschnitte zeigen, was es damit auf sich hat.

Projektstart

Am 01.01.2019 hat das Projekt „Relikte im Moor“ endlich begonnen. Finanziert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programmes Pro*Niedersachsen können die Arbeiten am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung nun beginnen. In den kommenden drei Jahren soll mit Hilfe der Archäologie, der Geologie und der Botanik die übermoorte Region um Klein Ahlen, Groß Ahlen und Flögeln genauer untersucht werden. Aus dem Moor herausskommende Großsteingräber geben uns die ersten Hinweise auf Überreste steinzeitlichen Lebens unter dem Moor. Daher stellen wir uns die Fragen wie das Gelände, die Vegetation und die Moorausbreitung zur Steinzeit war. Und natürlich wo die ersten Bauern Nordwestdeutschlands gewohnt und Ihre Ahnen bestattet haben.