Seit fast 100 Jahren wird das Elbe-Weser-Dreieck zur Westgruppe der Trichterbecherkultur gezählt, den ersten Bauerngemeinschaften im Norden Deutschlands, die vor über 5000 Jahren hier einst siedelten. Dabei gilt diese Region zwischen den großen Strömen Weser und Elbe als Zone mit Einflüssen aus der Nachbarschaft, deren Rolle bislang ungeklärt ist. Das vom Land Niedersachsen (zukunft.niedersachsen) geförderte Projekt „Zwischen den Flüssen und gegen den Strom“ untersucht deshalb bereits seit eineinhalb Jahr die gesellschaftlichen Kontakte und kulturellen Einflüsse der im Elbe-Weser-Dreieck lebenden jungsteinzeitlichen Gemeinschaften. Beim Abendvortrag werden nun die ersten Ergebnisse vorgestellt. So konnte zum einen die Architektur der über 400 bekannten Großsteingräber in der Region ausgewertet werden. Weiterhin wurde mit der Aufnahme der Beigabenfunde aus den Gräbern begonnen. Bereits jetzt wird schon deutlich, dass die frühsten Bauerngemeinschaften eigene Traditionen entwickelten, die sich in der Architektur, der Gestaltung der Keramik und in der Nutzung der Gräber widerspiegelt.
Nicht zuletzt erfolgten gerade erst im Juni Ausgrabungen an einem der ältesten Großsteingräber in der Region – einem erweiterten Dolmen in Wanna. Im Vortrag werden die Fragestellungen und Ergebnisse dargestellt.

Der Abendvortrag ist wie immer kostenfrei und beginnt um 18.00 Uhr. Wir freuen uns auf viele interessierte Zuhörer.
















