Das Jahr fing mit einer kleinen Überraschung an – so als wenn das Christkind noch ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum gelegt hätte. In einer der Bodenproben konnte unsere Technische Assistentin Claudia Schulenberg eine Bernsteinperle entdecken. Das Objekt ist so klein, dass es zwischen den bereits im Sommer geschlämmten Makroresten zunächst gar nicht auffiel. Nun wird es in der Restaurierungswerkstatt konserviert und gesellt sich anschließend zu den anderen dreizehn Bernsteinperlen, die wir im letzten Sommer bergen konnten.
Bernsteinschmuck zählt zur üblichen Ausstattung der Trichterbecherkultur, er wir vor allem in Gräbern entdeckt. Dabei handelt es sich zumeist um Perlen unterschiedlichster Formen. Am häufigsten sind die einfach durchlochten flachen Exemplare, wie wir sie bisher aus Wanna kennen, aber es gibt a.u. auch doppelaxtförmige, Scheiben und Knöpfe. Intensiv mit dem Thema Bernstein der Trichterbecherkultur hat sich Gisela Woltermann auseinandergesetzt. Wer sich mehr dazu informieren möchte, findet einige Publikationen im Internet. Die Frage nach der Hernkunft des Bernsteins steht auch zur Diskussion. Sowohl baltischer als auch Nordsee-Bernstein wurden viel genutzt und weiträumig verbreitet. Der Bernstein hat seinen Weg bis in die Mittelmeerregion geschafft, wodurch die ausgeprägten Beziehungen und Kontakte der damaligen Bevölkerung sichtbar werden. Eine Analyse der Perlen von Wanna ist für den Herbst vorgesehen, wenn die letzten Grabungen abgeschlossen sind und das gesamte Fundmaterial vorliegt.





























