Zusammen mit den Kolleginnen von der Universität Bristol haben wir uns die Keramikscherben aus den von uns untersuchten Großsteingräbern und der Siedlung im Ahlen-Falkenberger Moor einmal genauer angesehen. Zum einen konnten wir technologische Untersuchungen durchführen, die uns gezeigt haben, dass die Keramik für Gräber anders hergestellt wurde als die für die Siedlung. Zum anderen war es möglich, Speisefette zu extrahieren, die sich in den Scherben noch erhalten haben. Diese zeigen, dass die Nutzung trotz unterschiedlicher Herstellung sehr ähnlich war. Reste von Wiederkäuern (z. B. Rind) und nicht-Wiederkäuern (z. B. Schwein) konnten festgestellt werden, sodass die Nutzung dieser Tiere für die Zeit um 3000 v. Chr. hier klar belegt werden kann. Etwas überraschend war, dass trotz der Nähe zum Meer keine Reste von Fischen entdeckt wurden. Ob diese Ressource nicht genutzt wurde, belegt dies allerdings nicht. Es ist genauso gut möglich, dass Fisch gegrillt oder auf einem Wege haltbargemacht wurde, der sich nicht in der Keramik nachweisen lässt – denn Fischfang ist aus anderen Regionen zu dieser Zeit nachgewiesen.
Der Artikel ist auf englisch im Fachjournal Archaeometry erschienen und hier kostenfrei zu lesen:
















