Ein zentraler Stützpfeiler in unserem Projekt sind die naturwissenschaftlichen Methoden und Analysen, mit deren Hilfe wir Einblicke in die urgeschichtliche Landschaft Ahlen-Falkenbergs erhalten. Hierzu zählt auch die Bodenkunde. Unsere Expertin am Institut des NIhK, Annette Siegmüller, beschreibt und bestimmt dabei die Böden im Untersuchungsgebiet und wie diese entstanden sind. Neben den Hochmooren liegen heute hier vorallem podsolierte Böden vor, also vom Oberwasser (Regen) ausgeblichene Erden. Im Zuge der Ausgrabungen konnten die Böden unterhalb der Moorschichten aufgedeckt werden. So zeigte sich beispielsweise, dass sich nach Ende der Eiszeit fruchtbare Parabraunerden herausgebildet hatten, welche u.a. einen guten Boden zum Anbau von Nutzpflanzen darstellten. Vorallem unterhalb der Großsteingräber konnten gute Erhaltungsbedingungen beobachtet werden, während in den nicht überbauten Bereichen eine bereits einsetztende Ausbleichung (Podsolierung) erkennbar war.

Unterhalb des Moores ist der prähistorische Boden erhalten geblieben. Zum Zeitpunkt der einsetzten Vernässung herrschten vorallem Parabraunerden mit leichter Podsolierung vor. 
Während der Ausgrabungen werden die Böden detailliert beschrieben. 
Böden auf der Geest.
Mit Hilfe der Bodenkunde können neben den natürlichen Entwicklungsabläufen auch vom Menschen beeinflusste Schichten bestimmt werden. So war am Fuße der Großsteingräber ein zweiter Laufhorizont erkennbar, der sich oberhalb des Steinpackungsrandes entwickelt hat. An dieser Stelle wurden Stechkästen zur Beprobung in die Profile eingebracht, um die genaue Weiterentwicklung der Böden im Labor zu untersuchen. Hierfür werden Dünnschliffe angefertigt. Auf diese Weise ist eine genaue Abgrenzung einzelner prähistorischer Oberflächen möglich. Derzeit befinden sich die Proben in der Auswertung, wir sind gespannt.


















