Wenn man so hört, dass Ausgrabungen im Moor durchgeführt werden, denkt man oft an Morast, Stecken bleiben und viel Aufwand. Tatsächlich erweisen sich die Untersuchungen im Ahlen-Falkenberger Moor aufgrund der trockenen Sommer bislang als recht unkompliziert, sofern man sich an den Jahreszeiten orientiert. Die abgesackten Torfschichten erlauben ein einfaches Arbeiten mit Schaufel und Spaten. Im Sommer und Herbst konnten sogar tiefgreifende Baggerarbeiten von bis zu 1,5 m Tiefe durchgeführt werden. Erst ab ca. 1,2 m Tiefe kommt etwas Wasser, das aus den Torfen heraussickert und ein erweitertes grabungstechnisches Know-how verlangt. Um das Wasser abzuleiten werden zum einen in den Ecken tiefere Schächte angelegt, in denen sich das Wasser sammeln und abgepumpt werden kann. Im Bereich der Grabkammer muss aber auf ein sensibleres Verfahren zurückgegriffen werden – in Form einer lokalen Grundwasserabsenkung, welche als einzelne Metallstange eingetrieben wird.
Im Gegensatz zu den Ausgrabungen finden die geomagnetischen Prospektionen im ganzen Jahr statt. Hier sind wir darauf angewiesen, dass die Witterung trocken bleibt, ansonsten werden die Wiesen schnell unpassierbar.





















